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Der Wal – ein Gigant der Meere

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Wal
Rund 80 verschiedene Walarten bevölkern derzeit die Ozeane. Zu den bekanntesten zählen der Pottwal, der Blauwal, der Buckelwal und die zahlreichen Delfin- und Tümmlerarten. Zu finden sind die Giganten in allen Weltmeeren, ob kalt oder warm, tief oder flach. Wale sind neben den Seekühen die einzigen vollständig an das Leben im Wasser angepassten Säugetiere. Typische Merkmale zur Zugehörigkeit der höheren Säugetiere sind ihre Lunge, das Herz und das Gebären von Kälbern, die mit Muttermilch gesäugt werden.

Die Bestände fast aller Großwalarten sind heute auf einem sehr niedrigen Niveau. Hauptursache dafür ist der Walfang der vergangenen zwei Jahrhunderte und der hohe Beifang in Fischernetzen. Als langlebige Säugetiere mit langsamen Fortpflanzungszyklen brauchen Wale mehrere Jahrzehnte des Schutzes, bis sich die Bestände von der übermäßigen Jagd erholt haben.

Von Glückstadt fuhren fast 200 Jahre – von 1671 bis 1863 – Walfangschiffe ins Nördliche Eismeer, um Wale und Robben zu fangen. An die 600 Ausfahrten hat Glückstadt aufzuweisen und neben Altona den größten Anteil an Schleswig-Holsteins Grönlandfahrt. In der Glanzzeit um 1818 besaß Glückstadt 17 Grönlandschiffe – Dreimaster und Briggs. Das gab ein wogendes Leben und Treiben, wenn die gesamte Grönlandflotte beisammen lag und sich dann bei einer durchschnittlichen Besatzung von 40 bis 50 Mann pro Schiff bis 800 Seeleute in Glückstadt aufhielten. In der ehemaligen Admiralität am Rethövel wurde Tran gekocht.

 

Steckbrief

Länge: 1,5 - 33,5 m
Alter: bis 200 Jahre
Gewicht: bis zu 200 t
Fruchtbarkeit: 1-2 Kälber