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Der Stör – ein urtümliches Wirbeltier

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Stör
Alle 27 Störarten leben in Flüssen, Seen und Meeren der Nordhalbkugel von Asien über Europa bis Nordamerika. Sie sind meist Süßwasserfische, oder wandern zum Laichen von der Küstenregion in nahgelegene Flüsse.

Optisch wirkt der Kopf des Störs wie ein langgezogener Schnabel. Statt einer schuppigen Haut ist seine Oberfläche mit fünf Reihen Knochenplatten besetzt. An der Maulspitze zieren ihn seine typischen Bartfäden. Die Rückenfläche schimmert im Wasser meist olivgrün, bräunlich oder grau, unterhalb der Seitenschilder hingegen weiß. Alle Störarten werden von der Weltnaturschutzunion auf der Roten Liste geführt, viele sind zudem vom Aussterben bedroht. Zurückzuführen ist dies auf den - vor allem illegalen - Handel mit Kaviar, denn für die unbefruchteten Eier (Rogen) müssen die weiblichen Tiere stets getötet werden. Die Delikatesse gehört mit rund 600 Euro pro 100 Gramm weltweit zu den teuersten. Nicht nur der Handel bedroht die Population, vielfach führen die Zerstörung der Lebensräume und die Einschränkung ihrer Wanderrouten zu den Laichplätzen zum massiven Rückgang.

Um 1870 betrieben annähernd 70 Störfischer von Glückstadt und Umgebung aus den Störfang. Es wurden im Schnitt 128 Stück Stör gefangen und verarbeitet. Darunter waren Tiere von 380 Pfund Lebendgewicht und einem Rogengehalt von 88 bis 100 Pfund. Die Erzeugnisse (Rogenstör, Elb-Kaviar, geräuchertes Störfleisch) wurden an Kunden in Hamburg, Berlin, Köln und anderen deutschen Großstädten sowie nach Antwerpen, Paris und Kopenhagen verkauft.

Steckbrief

Länge: von 27 cm – 8,5 m
Alter: bis 150 Jahre
Gewicht: 1,5 kg bis 2t
Fruchtbarkeit: 200.000 bis 6 Mio. Eier pro Weibchen